Mittwoch, 18. April 2012

Die Selbstdemütigung des Nutzers von #Facebook im Auge des autoritären Systems


In einem letzten Blogeintrag wurde sinngemäß getitelt, weshalb "sie damit" durchkämen.
Mit "sie" waren wahlweise Unternehmen wie Facebook, also der Bereich "soziale Netzwerke", oder auch Gruppierungen bzw. Parteien, wie die Piraten, gemeint.
Letzteres da es nichts voraussetzungsloses gibt.
Von ersteren kann man nämlich das "Brechen von Konventionen" im Sinne eigenen Gewinnstrebens erwarten; teilweise steckt sicher auch das im Wort "Innovation".
Und meist merkt eine Gesellschaft, bzw. ihre Mehrheit, im Prozess bzw. Moment, der im "point of no return" gipfelt, gar nicht, was da eigentlich wie abläuft.
Dieser genannte Punkt war bei genanntem Wirtschaftszweig erreicht, als die Nischennutzung überwunden und die Zitation in größeren ("Mainstream"-)Medien erreicht war. Zumindest in Deutschland, in den USA war das schon früher oder anders der Fall.


Alles was dann kommt ist "nachholende Entwicklung" - eigentlich auch so ein Oxymoron, da "Entwicklung" immer von einem feststehenden Punkt mit "Vision für die Zukunft" ausgeht und als solches zum Zeitpunkt des Entwicklungsbeginns, also am Startpunkt, noch nicht begonnen haben darf.
Muss aber etwas "nachgeholt" werden, so läuft der eigentlich definierende und verändernde Prozess bereits und mehr als "anpassende Modifikation" ist dann nicht mehr möglich.

Facebook ist ein "autoritäres System".
Woher ich das "weiß"? Nunja, eine Behauptung.
Im Sinne von Theorien wie "Wirtschaftsdemokratie", damals in der Sozialdemokratie konzipiert, sind aber fast alle Privatunternehmen solche "autoritären Systeme", da Entscheidungen nicht demokratisch getroffen, Strukturen keinen extern kontrollierbaren Pfadabhängigkeiten unterworfen sind.
Genanntes Phänomen, was bzgl. Facebook und anderen kritisiert wird, ist also keineswegs neu.
Auch nicht "neu" ist, dass es Menschen gibt, die auf Basis solcher eigentlich anti-demokratischer Systeme Stimme erheben und folglich demokratische Prozesse (mit-)gestalten wollen. Man könnte auch profaner von der "physischen Reproduktion" sprechen, welche die politische Partizipation erst ermöglicht.
Sofern es später zur Demokratisierung der Basis bzw. der Voraussetzungen kommt, mag das ja noch in Ordnung sein.

Genau das existiert aber nicht.
Facebook wird, interessen- und gewinnstrebend, restriktiver, normativer und autoritärer.
Und inwiefern man solche Unternehmen durch die "Tyrannei der Mehrheit" oder positiv gewandelt die "Schwarmintelligenz" zum Umdenken bewegen, kontrollieren oder gar zu etwas "zwingen" kann, steht dahin. Vorallem wenn man sich die doch recht "einfache" Möglichkeit gemäß des politischen Systems anschaut: Auch in diesem exitieren Zugangshürden wie Unterschriftenlisten, Fünf-Prozent-Hürden und andere.
Allerdings ist vollkommen klar und bekannt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen um nicht nur "teilnehmen", sondern auch "bestimmen" zu können. Dies wurde in langer Zeit erkämpft, diskutiert und institutionalisiert.
Und nur bedingt wäre dies durch die angeblich so verhasste oder "ineffiziente" parlamentarische Demokratie, also Repräsentationsdemokratie", zu ändern.
Hier fallen Anspruch und Wirklichkeit, vorallem aber vergleichende Sicht der beiden Sektoren, grobschlächtig "Staat" auf der einen und "(Privat-)Wirtschaft auf der anderen, auseinander und Verkennungen häufen sich.

Bei der Nutzung eines Facebook-Accounts kann es zur Aufforderung eines "Neu-Logins" kommen. Hernach könnte man folgende Nachricht auf dem Bildschirm zu lesen bekommen:

"Benachrichtigung zu FreundschaftsanfragenWir haben Feedback erhalten, dass du Freundschaftsanfragen an Personen verschickt hast, die du nicht kennst. Das ist auf Facebook nicht gestattet. 
Bitte verschicke Freundschaftsanfragen nur an Personen, die du kennst, wie Klassenkameraden, Familienmitglieder, Freunde und Arbeitskollegen. Anderenfalls kannst du vom Versenden von Freundschaftsanfragen blockiert werden."
Darunter noch eine Checkbox mit dem Text
"Ich verstehe die obigen Richtlinien für Freundschaftsanfragen." 
(Hervorhebungen durch den Verfasser; Quelle: https://www.facebook.com/checkpoint/)
Bis auf die Checkbox und nebenstehendem Satz sowie obiger Erklärung/Aufmerksammachung sind dann keine Optionen wählbar, anderes kann im System nicht ausgeführt werden.
Versucht man dann, reaktant, auf "Weiter" zu klicken ohne den mehr als "suggestiven" Satz zu wählen, vielleicht auch, da man sich nicht vorschreiben lassen will, man habe die "obigen Richtlinien" verstanden zu haben und verstanden, wird folgende "Fehlermeldung" eingeblendet:

"Bitte aktiviere das Kästchen, damit wir wissen, dass du die Facebook-Richtlinien für Freundschaftsanfragen verstehst."

Was soll so eine Nachricht bedeuten? Man könnte zunächst auf "Übersetzungsfehler" schließen oder die Übersetzung "zugute halten". Was aber, wenn Facebook, durch die Bestätigung, dann "weiß", dass der Nutzer "die Facebook-Richtlinien für Freundschaftsanfragen" versteht?
Soll das soetwas wie eine "letzte Mahnung" vor "gerichtlicher Vollziehung" sein? Welche Konsequenzen, die implizit angedroht werden, sollen dann folgen?
Und halten sie sich tatsächlich für so "wichtig", das nicht nur ein solch herrischer, herablassender, befehlender Ton angemessen, sondern notwendig, ist?
Zumal unklar ist, ob der genannte Vorfall bzw. Vorwurf, eine "Freundschaftsanfrage" an "Personen" verschickt zu haben, die man "nicht kennt", wirklich zutrifft. Weder wird ein Nutzername noch eine Prüfmöglichkeit genannt oder vorgeschlagen. Offensichtlich will man sich als "fürsorgliche(r), aber strenge(r) Mutter oder Vater" des Nutzers gerieren, als "Mittler zwischen den Nutzern" auftreten. Anonym und doch "mächtig", da in einfachem blau und weiß gehalten, die sonstige Nutzung ausschließend.

Schon hier wird deutlich: Nicht nur lässt sich der Vorwurf des Netzwerks bzgl. "fehlerhafter Nutzung" nicht nachprüfen, es werden keine Daten oder Anhaltspunkte glaubhaft gemacht oder offen gelegt, auch die weitere Nutzung des "Netzwerks" ist solange unmöglich, bis man einen recht "demütigenden", oberlehrerhaften Ton bestätigt.
Der Nutzer muss sogar indirekt zugeben etwas falsches getan zu haben, wiewohl er gar nicht weiß noch wissen kann, auf welcher Grundlage diese "Entscheidung zur Mahnung" getroffen wurde. Diverses Schindluder, welches nicht den Regularien widersprechen müsste, wäre denkbar.

Damit macht sich Facebook zum Ankläger und Richter in einem.
Wenigstens in diesem einen, noch recht begrenzten, Punkt.
Wo ist hier die gesamtgesellschaftlich, staatlich, "selbstverständliche", Gewaltenteilung?
Das indirekte Schuldeingeständnis wird erzwungen und ist notwendig um das System überhaupt unkompliziert weiter nutzen zu können.
Wenn das nicht gegen die "Unschuldsvermutung" widerspricht - was dann?

Nachdem man also die eigene Idiotie im Angesicht des großen Meisters, des Übervaters, der Übermutter mit herrschaftlichem Informationsvorsprung und folgender Machtausübung bekunden durfte, werden, nach dem Klick auf "Weiter" inklusive aktiviertem indirektem Schuldeingeständnis, folgende Optionen "geboten":

"Anhängige Freundschaftsanfragen abbrechen?
Falls du andere Freundschaftsanfragen an Personen verschickt hast, die du nicht kennst, kannst du diese hier abbrechen. Dadurch kannst du weitere Maßnahmen bezüglich deines Kontos verhindern.

  • Alle meine anhängigen Freundschaftsanfragen abbrechen
  • Anhängige Freundschaftsanfragen, die ich an Personen gesendet habe, mit denen ich kaum gemeinsame Freunde habe, abbrechen
  • Anhängige Freundschaftsanfragen nicht abbrechen"
 (Hervorhebungen durch den Verfasser; Quelle: https://www.facebook.com/checkpoint/)

Nicht nur geht Facebook davon aus, man habe die "Tat", den Verstoß gegen die "Richtlinien", tatsächlich begangen ohne dies nur ansatzweise zu begründen oder Stellungnahme zu ermöglichen und diese Grundsätze sofort mindestens indirekt abgeurteilt; das System, also die Programmierer und die von ihnen geschaffenen Algorithmen, geht sogar von "eventueller Mehrfachtat" aus.
Dabei ist die Möglichkeit, eventuell falsch verschickte "Freundschaftsanfragen abzubrechen", was an der Zahl "gemeinsamer Freunde" bestimmt wird, wohlfeil:
Erstens kann das kein sinnvolles Kriterium sein, schließlich kann man jetzt gerade jemanden Neuen "kennen gelernt" haben, den man vorher, im Duktus des Systems freilich, "nicht kannte" und mit dem man "kaum Freunde teilt".
Zweitens wird erneut in keiner Weise dargetan oder erklärt, worauf sich der Vorwurf oder die erneut stattfindende indirekte Schuldzuweisung gründet. Daraus abgeleitete "Hilfestellungen" sind nichts anderes als Bevormundungen und erneute Forderung zum indirekten Schuldeingeständnis.
Oder zur erneuten Selbstdemütigung, gibt man doch beim Klick und der Bestätigung zu, dass man es eben "nicht verstanden" hat und erneut "Hilfe braucht".
Außerdem kann man nur entweder alle Anfragen abbrechen, also unselektiv und angeblich "vorsorglich" tätig zu werden, die genannte Demütigung auf sich nehmen und nicht dargelegte Schuld einzugestehen ohne zu wissen, wer wann oder warum, oder drittens "gar nichts zu tun".
Dann aber wird man sich irgendwann, vielleicht sofort beim Absenden des Formulars daran erinnern, dass man somit "weitere Maßnahmen bezüglich" des "Kontos" nicht verhinderte. Nicht verhindern wollte, man stemmt sich also aktiv dagegen und bestätigt Renitenz.

Wie sieht es eigentlich aus, wenn man sich zuerst ohne Diskussion oder Erklärung selbst demütigt, weil man das Netzwerk weiter nutzen möchte, und angibt etwas "verstanden" zu haben und im zweiten Schritt, gemessen an indirekter Drohung, zuzugeben, dies nicht nur nicht "verstanden" zu haben, sondern auch zur "Renitenz" zu neigen und ggf. weiteren Anlass für "Probleme" zu bieten?
Denn genau das spricht stark aus Punkt eins und auch Punkt zwei. Aus dem zweiten Punkt sogar noch das indirekte Schuldeingeständnis ohne "vorsorgliche Handlung", die ja auch tatsächlich "unabsichtlich" initiiert worden sein könnte.

Man muss sich an dieser Stelle auch Fragen, welches "Menschenbild" von Facebook geprägt wird und welches Menschenbild die Eigentümer und Programmierer vertreten.
Wohlgemerkt: Übersetzungsfehler mögen vorkommen. Dies aber ist ein "Netzwerk" von sicher knapp 20 Millionen deutschen Nutzern; bevor man solches online schaltet, sollte es sich mindestens ein deutscher Nutzer mehrfach angesehen und durchgespielt haben.
Mag man hier wirklich von "Zufall" oder "Unfähigkeit" sprechen?
Muss man wirklich "konstruieren" um "Böswilligkeit" zu unterstellen?

Zuletzt wird man dann noch, ebenso per sonst leerer Seite, zum Lesen der "Facebook-Richtlinien" aufgefordert:


"Bitte gehe zu den Gemeinschaftsstandards, um Facebooks Richtlinien zu überprüfen."
"Zu den gemeinschaftsstandards gehen"


"Bitte gehe zu [...]" soll was heissen, wenn es gar keine andere Möglichkeit als den Klick auf den unten stehenden Button "Zu den gemeinschaftsstandards gehen" gibt?
Auch das grenzt an eine Demütigung - Optionen bleiben dem verständigen, mündigen Individuum nicht, andere Handlungen werden repressiv und autoritär ausgeschlossen.

Was das Wort "Gemeinschaftsstandards" angeht: Dies liest sich fast schon "begrüßend", "einladend", "freundlich.
Es liest sich aber nur so.
In Wahrheit steckt dahinter nur ein von den Eigentümern bzw. Machern des "Netzwerks" festgelegter Katalog an Verhaltensaufforderungen, Geboten und am meisten Verboten mit impliziten Drohungen.
Die "Letztdrohung" kommt ohnehin immer mit "weiteren Maßnahmen" des Kontos bezüglich, am Ende Sperrung oder Löschung, daher.
Man glaubt aber nicht von Facebook, also einem privatwirtschaftlichen, gewinnorientierten, Unternehmen gemaßregelt worden zu sein (Ankläger, Richter und Henker in Einem), sondern von der gesamten "Nutzerschaft" Facebooks.
Ein beliebtes Mittel, Druck auf Menschen auszuüben war schon immer ihnen einzureden, dass genau die das kritisierte Verhalten missbilligten, an die man sich ansonsten so gerne wendete.
Also auch die Nutzer, die man ansprechen, mit denen man sich "befreunden" wollte oder evtl. noch möchte. Und man will dann doch nichts tun, was dieses "soziale Biotop" gefährden kann.
So als "Systemfeind" oder "Systemschädling".

Es mag ein gewagter Vergleich sein, aber die "Gemeinschaftsstandards" sind in gewissem Sinne nicht mehr weit von einer "Volksgemeinschaft" entfernt. Beide inexistent, beide repressiv, beide funktionalisiert, beide ausgenutzt um "abweichende Interessen" oder "~ Nutzer" auf Linie zu bringen oder "auszumerzen". Was ja am Ende geschähe, sofern man das beklagte Verhalten nicht einstellte.
Und auch in der Volksgemeinschaft konnte man sich selten auf ansatzweise "wahrhaftige Prozesse" zur Feststellung der Schuld verlassen, das Ergebnis, die Schuld des Beklagten, stand bereits fest, verhandelt werden musste nichts.
Facebook verhandelt auch nichts, sondern will eine Selbstdemütigung, das Schuldeingeständnis und das mit dem Lesen der "Standards" implizit erwartete Versprechen, das nicht nur "verstanden" zu haben, sondern sich auch daran zu halten.
Sonst wird man "ausgemerzt" und aus der "Gemeinschaft" gelöscht.

Dass die "Gemeinschaftsstandards" als "Standards" überhaupt bezeichnet werden, was doch ein sehr konstruiertes und damit gewolltes Deutsch sein dürfte, ergibt sich natürlich nicht aus irgendwelcher "Gemeinschaft", weder konstruiert noch demokratisch abgestimmt oder anderweitig legitimiert.
Hier wird versucht, etwas autokratisch, eigentlich diktatorisch, verordnetes "pluralistisch" zu bemänteln um dem ein "menschelndes Antlitz" zu geben.

Ironischerweise ist es bei Facebook immernoch sehr schwierig, zeitaufwändig und im Sinne der Funktionsauffindung kaum möglich einen Account und die gesamten angesammelten Daten verlässlich aus dem System und allen Servern des Unternehmens zu löschen.
Das dauert mindestens zwei Wochen - also vierzehn Tage.
Wie vieler "falscher Freundschaftsanfragen" es für diesen harschen, belehrenden "Hinweis" mit Konsequenzandrohung brauchte, bleibt für den Normalnutzer unklar.

Eine grobe Ansicht der "Gemeinschaftsstandards" macht das Bild dann auch nicht besser: So "gestattet" Facebook "unseren Nutzern frei ihre Meinung [...] zu äußern [...]".
Das "soziale Netzwerk" nimmt sich also heraus etwas zu "gestatten" was allen Menschen, Nutzer unterscheiden sich in nichts von diesen, gemäß Verfassung des Staates in dem das Angebot genutzt wird bzw. wirken soll, selbstverständlich möglich und erlaubt ist: sich "frei zu äußern".
Das sind schon mehr als bittere Aussagen und man kann fast gar nicht so "böse" sein, darin eine eigentliche Bekundung der "Wertschätzung" für die offline-Welt und ihren Regelungen, Mechanismen und Konventionen zu sehen.
Sie dürfte ausnehmend gering sein.

"Wiederholte unerwünschte Freundschaftsanfragen oder Nachrichten an andere Nutzer zu schicken, stellt eine Form der Belästigung dar."
Dazu müsste man dann aber auch wissen, bzw. bei obigem Verfahren erklärt bekommen, welche Anfrage gemeint war/ist und weshalb sie "unerwünscht" sei.
Die reine Behauptung des Algorithmus, Netzwerks oder eines anderen Nutzers reicht dafür nicht aus.
Jedenfalls nicht für die, wie oben aufgezeigt, Selbstdemütigung und doppelte Schuldanerkenntnis.

Dass Menschen wie Norbert Lammert und Andere Interessengemeinschaften mit den Aggregatoren und Verwertern von personenbezogenen Daten eingehen und begründen, wurde bereits in einem vorherigen Blogpost dargetan. Sie teilen die Stoßrichtung und Interessen aufgrund unterschiedlicher Begründungen und Anstöße.
Auch eine "unheilige Allianz".
So ein "Selbstverständnis" schließt natürlich jegliche Art von "Anonymität" oder auch nur Pseudonymisierung gänzlich aus:

"Auf Facebook vernetzen sich die Menschen mit ihren wirklichen Personenangaben.""Diese Kultur sorgt für Berechenbarkeit und schafft Vertrauen und Sicherheit für alle. Sich als andere Person auszugeben, mehrere Konten zu erstellen oder eine Organisation falsch darzustellen untergräbt die Gemeinschaft und ist ein Verstoß gegen Facebooks Nutzungsbedingungen. [...]"


"Diese Kultur" sorgt nicht nur für die angeblich positiven aufgezählten Resultate, sondern auch für Angst, erleichterter Repression, Verfolgung, etc.
An solche Sätze und Hintergründe sollte man beim Vorschnellen Feiern von angeblichen "Facebook-Revolutionen" mal ansatzweise denken.
Dieser noch viel sinnlosere Hype, als der der Piraten, wird dann noch viel schneller entzaubert als dies ohnehin geschah.
Sich als jemand "anderes auszugeben" oder Facebook nicht die "richtigen Personendaten" mitteilen zu wollen, die so real/offline auch nur von Polizei, etc. gefordert werden können, macht User also zu "Volksschädlingen".
Pardon: "untergräbt die Gemeinschaft".

Dass Facebook auch noch auf den sinnfreien Kampfbegriff des "Geistigen Eigentums" verweist - wen wundert es. Ist im Gesamtzusammenhang noch harmlos.

Wie es sich für eine gute "Gemeinschaft" gehört, wird auf der Seite der "Gemeinschaftsstandards" zur Denunziation, Pardon: die Meldung von etwas "Auffälligem", von dem man "denkt", dass "es gegen unsere Bestimmungen verstößt", aufgefordert:
"[...] Wenn dir auf Facebook etwas auffällt, von dem du denkst, dass es gegen unsere Bestimmungen verstößt, solltest du uns das melden." 
Man spannt die Nutzer also auch noch ein, anderen nachzuspionieren und ggf. zu denunzieren.

Was soll man zu dem ganzen Vorgang und Gebaren noch anmerken?
Spricht das nicht für sich?

Es bleibt, was schon vorher gebloggt wurde: Es wird noch sehr rund gehen und braucht schon jetzt ernstzunehmende Alternativen.