Donnerstag, 31. Dezember 2009

Auskehr Jahr 2009 und Einstimmung auf 2010

Das alte Jahr geht zuende, ein neues geht nahezu nahtlos darin über.
Ich bin kein Freund von "guten Vorsätzen", denn meist halte ich sie entweder nicht ein oder sie sind a priori sinnfrei, da ich den Inhalt dieser Vorsätze auch ohne ein neues Jahr umsetzen könnte.

Das kommende Jahr 2010 steht für mich im Zeichen der Minimalisierung.

Das beginnt prominent und von den meisten wohl eher belächelt in meinen Profilen von Internet-Communities. In diesen werde ich einmal gründlich aufräumen und dies auch bis zu einer Änderung der "Geschäfts- und Titulatspolitik" dieser Portale beibehalten.
So werde ich den Bestand der 53 StudiVz-"Freunde" drastisch zusammenstreichen.
Im Kern nutzte mir speziell das Studierendenverzeichnis bislang einzig zur schnellen Kommunikation mit Menschen, mit denen ich auch kommunizieren wollte und legte auch bislang keinen Wert auf Erhöhung dieser "Freundes"-Zahl oder anderen dabei zu helfen, dies bei ihnen zu tun.
Etwaige geldwerte- oder arbeitsmarktzugehörige Vorteile, die mögliche materielle Seite von Vernetzung und Verlinkung, wurden mir nicht zuteil.
Daraus schlussfolgere ich, dass ich meine Nutzung anpassen und nur noch "Freunde", die zumindest ansatzweise die Bezeichnung verdienen, in den Listen behalte.
"Karteileichen", die ich entweder nicht kenne und denen ich wegen eines angestrebten Gruppenbeitritts Freundschaftsanfragen schicken musste, oder Menschen mit denen ich ein Jahr, also 365 Tage lang, keinen Kontakt hatte werden gestrichen und "verdienen" auch keine Positionierung.
Ich nehme daher an, die Zahl der Verlinkungen, diminutivierend "Freunde" genannt, auf deutlich unter 50 reduzieren zu können.

Natürlich nehme ich den von extern oktroyierten Begriff der "Freundschaft" im Sinne der Communities und deren Betreiber nicht ernst.
Doch ermöglicht eine Verschlankung eine effizientere Verwaltung der Communities, weniger SPAM und durch meine Sicherheits- und Datenübermittlungspolitik, welche ich zukünftig noch deutlich restriktiver zu gestalten gedenke, weniger Aufwand und Bedenken bei neu entdeckten Sicherheitslücken. Die Ansichts- und Bearbeitungszeit sollte sich deutlich senken lassen und bietet daher Raum für neue Projekte und Aktivitäten. Eine Twitter gestützte Vernetzung bleibt aber vorhanden.

Facebook ist die ideale Plattform für professionelle und berufliche Kontakte und bietet deutlich mehr als das StudiVZ. Ich favorisiere es daher auch für neue Kontakte genannter Art; durch seine rationelle Datenweitergabe und -verarbeitung verringert es den Zeitaufwand um auf dem "Laufenden zu bleiben" doch enorm.


Das Jahr der Minimalisierungen setzt sich aber auch anderweitig fort.

Demnächst lasse ich endlich meine alte und viel zu teure Mobilfunknummer abschalten und tausche sie gegen eine bereits im Besitz befindliche günstigere Sim-Card aus. Durch Analysen meines individuellen Verhaltens- und Verbrauchsprofils bin ich für den aktuellen Mobilfunkbetreiber ein deutlich besseres Geschäft als er für mich.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist der "Neustart" bzgl. Kontakte und Menschen, die meine bisherige Nummer kannten. Deren Zahl wird sich nun ebenso massiv verringern, was mir wiederum Zeitersparnis bringen sollte.

Bei Ebay.de bin ich seit geraumer Zeit registriert; u.a. mittels dieser Plattform möchte ich weiter abrüsten und von materielle auf immaterielle, bzw. immobile Vermögens- und Wertgegenstände setzen.
Daher steht aktuell mein 21-Zoll-Monitor zum Verkauf. Folgen werden mein Big-Tower samt Inhalt, meine Friends-DVDs, eine Stereo-Analage sowie einige kleinerer Dinge. Was den weiteren positiven Nebeneffekt einer "freieren Umgebung" mit weniger Sorgen um eigene "Besitztümer", deren Pflege und Geld- sowie Zeitinvestition nach sich zieht.

Minimalismus soll aber teilweise auch ideenstiftend und motivatorische Relevanz bei politischen Projekten und Überlegungen Pate stehen bzw. zum Verständnis aktueller wie kommender Probleme und deren Lösung beitragen.
So ist gerade das Politikfeld "Verkehrspolitik" landes- und kommunalpolitisch äußerst interessant und manchmal auch brisant. So gibt es Städte und vorallem kleinere Dörfer, in denen kaum noch Verkehrsinfrastruktur vorhanden ist.
Meine Position zur Reduzierung der Autobahn-, Straßen- und PKW-Anzahl möchte ich auch 2010 offensiv vertreten. Die Grünen und einige Bekannte innerhalb dieser Partei werden auch weiterhin interessante Gesprächspartner sein. Ich denke dabei konkret an Umweltzonen, die CO²-Reduktion im Sinne des "Klimawandels" und Reduktion des Verbrauchs im Allgemeinen.
Verkehrspolitik wird ein integrativer Bestandteil von lebenswerten Kommunen werden müssen. Dabei sollte weniger auf Individual-, als auf öffentlichen Personennahverkehr wie Bus und Bahn gesetzt werden.
Hier darf ich dann sicher auch das "Maximalprinzip" vertreten: So viel Verkehr wie möglich auf die Schiene lautet das Credo.
Den Abgesang auf das Benzin- und Diesel-Auto muss ich nicht mehr einläuten, revolutionär wäre schon eher die Prognose der neuen, marktreifen und sich durchsetzenden Antriebstechnologie für die nächsten Jahrzehnte. Doch wäre dies ebenso gewagt.


Das gerade angerissene "Maximalprinzip" soll auch noch auf einem anderen Feld gelten: Dem ehrenamtlichen Engagement.
Dies möchte ich ausweiten und meine Vernetzung sowie Mitarbeit ausbauen.
Hier schweben mir vorallem Dinge wie die "Tafeln" oder auch die "Telefonseelsorge" vor, welche ich einerseits als "notwendiges Übel verschiedener politischer Entscheidungen", andererseits sinnvolle und befürwortbare Einrichtungen verstehe.
Beiden gebührt größere Zuwendung und Mitarbeit.


Im Allgemeinen genötigt es mich einen Blick auf meine Kontakte, deren Nutzen und abwägend sinnhafter Fortsetzung zu werfen.
So gibt es genug Leute, bei denen ein Kontaktabbruch nottut und der, wie bei anderen bereits geschehen, sich äußerst heilsam und perspektivenreich ausnehmen wird.
Ich erspare mir, abgedroschen von der Suche nach "den wahren Freunden" zu schreiben, ist dies doch sinnfrei, da es diese gar nicht gibt oder auch nur geben kann.
Doch gab es schon geringere Gründe aus denen Kontaktdichten meinerseits ausgedünnt wurden, es nutzte stets und wirkte sich belebend aus.
Und denen, die dann übrig bleiben, was deutlich weniger werden sollten, möchte ich auch deutlich mehr Zeit widmen und in sie investieren. Bislang wurde ich dafür in den meisten Fällen auf irgendeine Art und Weise belohnt. Danke allen dafür.

Bei Neujahrsgrüßen herrscht meinerseits in diesem Jahr ebensolcher Minimalismus.
Ich bin es leid, ständig über irgendwelche Communities "on the fly" und "btw." gegrüßt und auf den Umstand eines sich zum Ende neigenden Jahres hingewiesen zu werden und eine Antworterwartung erfüllen zu sollen oder müssen.
Ich erspare es mir also; betreffende Menschen wissen ohnehin bescheid, wurden bereits persönlich in Kenntnis gesetzt oder waren so wichtig, dass der Kontakt im Jahre 2009 beendet wurde.
Wie man es auch dreht, ergeben sich keine Grußnotwendigkeiten.


Allen, die irgendetwas gegen mich haben oder welche ein Problem mit mir gehabt haben sollten oder fortbestehend haben, richte ich hiermit noch ein mehr als freundliches "Ihr könnt mich alle! ;)" aus und verbleibe bis zum 01. Januar des sich jährlich-wiederholenden menschengemachten Trotts, genannt "Silvester" und "Neujahr".