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Freitag, 13. April 2012

Ausgehölte Unschuldsvermutung, Anonymität im Internet, öffentliches Publizieren und #Piraten


Diverse, meist konservative oder liberale Politiker, Mandatsträger oder öffentliche Personen reklamieren seit längerem Empörung über die angeblich "tyrannische Masse" und vorallem deren "Anonymität" im virtuellen Diskurs.
So bspw. Norbert Lammert, Bundestagspräsident (CDU), oder Patrick Döring, designierter Generalsekretär der FDP.

Tenor: Im Gegensatz zu öffentlichen Entäußerungen ließen sich die "anonymen Nutzer" zu Angriffen hinreißen, die sie nicht tätigten, müssten sie mit ihrem Namen und ihrer öffentlichen Person dafür einstehen.
"Mit ihrer öffentlichen Integrität" müsste man wohl korrekter formulieren.
Was nämlich wegfällt ist eine "soziale Kontrolle", welche dem Individuum Schranken setzt, da es bei Bekanntheit der eigenen Person damit rechnen kann und muss, dass getätigte Äußerungen dauerhaft, also auch später, mit dieser Person verknüpft werden.
Diese Verknüpfung fällt bei "virtueller Anonymität" weg.

Mittwoch, 4. April 2012

Die "gläserne Decke" - oder was #Frauen und #Piraten gemeinsam haben


Sind die Piraten eine "Anti-Systempartei"?

Das Deutsche Parteiensystem und das politische System der BRD basieren auf einer "repräsentativen Demokratie", davon ausgehend, das Volk wolle und müsse "Stellvertreter" der eigenen Auffassung wählen welche dann in weiteren Prozessen, gemäß demokratisch legitimierter Pfadabhängigkeit, ebenso qualitative Entscheidungen erzeugen.
So wählen Menschen die Parlamente und diese wiederum in Mehrheitsvoten Regierungen und diverse Posten wie den Bundespräsidenten, etc.

Dabei kann es für das repräsentative System nur einen Grund geben: Es ist anders, besser, nicht möglich. Das hiesse, das parlamentarische Regierungssystem sei das bestmögliche in großen, bevölkerungsreichen Flächenstaaten.