Sehr geehrte Damen und Herren,
bei zwei meiner ausgeliehenen Bücher wird nun "Vorlage gewünscht".
Soweit so gut, dem werde ich erst kommende Woche nachkommen können.
Unverständlich hingegen ist mir, dass das Konto anscheinend sofort gesperrt wird und, weit schwerwiegender, keine "automatische Verlängerung" verlängerbarer Leihfristen erfolgt.
Das bedeutet, dass ich auch für Medien, die nicht vorbestellt sind, keine Leihfristverlängerungen vornehmen kann und schnell massive Gebühren auflaufen.
Die Grundmaßnahme des Leihverbots gegen Vorlage ist problemlos einsehbar, nicht aber die Verunmöglichung einer Handlung zur Vermeidung weiterer monetärer Härten, welche dem normalen Leihverfahren unterliegen und mit den vorzulegenden Medien nichts zu tun haben.
Ich halte dies für unverhältnismäßig.
Mit freundlichen Grüßen
Dienstag, 16. Februar 2010
Donnerstag, 4. Februar 2010
hilfreiche Links (1)
sinkende Reallöhne in Deutschland 2000-2008
http://www.boeckler.de/pdf/impuls_2008_14_1.pdf
http://www.manager-magazin.de/koepfe/karriere/0,2828,528418,00.html#close=1
"Zufriedenheit" mit einem Studium oder einer Arbeit ist eben UNGLEICH, zumindest aber nicht kongruent, mit guten finanziellen Aussichten und Einkünften:
Allgemeine Lohn- und Gehaltsentwicklung:
Das heisst, dass Erhöhung der Akademikerquoten für jeden einzelnen Studierenden finanziell nachteilig sind und Elitendenken und -handeln quasi "natürlich", rational kalkulativ, hervorgerufen und bedingt wird. Genau das aber führt zu Anpassung, Gleichmacherei und eben nicht zu individuellen Chancen.
Was Soziologen betrifft:
"Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat sich die Absolventenzahl im Fach Soziologie mehr als verdoppelt -"
http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/arbeitsmarktberichte/berichte-broschueren/static/pdf/AM-Kompakt-SozWiss-ANehmer.pdf; S. 12.
Akademikerarbeitslosenquote in sozialwissenschaftlichen Berufen wächst/wuchs und zwar auf niedrigerem Niveau auch bei Universitätsabsolventen.
http://www.pallas.iab.de/bisds/Data/seite_15_BF_a.htm
Die Zahl der "Selbstständigen", also nicht in lohnarbeit erwerbstätigen nimmt seit Jahren zu.
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Zeitreihen/LangeReihen/Arbeitsmarkt/Content100/lrerw11a,templateId=renderPrint.psml
Veröffentlichungen der Bundesagentur für Arbeit zum Thema "Arbeitsmarkt für Akademiker".
http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/arbeitsmarktberichte/berichte-broschueren/akademiker.shtml
Bringt es also wirklich so viel, sich stromlinienförmig zu entwickeln?
NEIN:
"Gutes Geld" zu verdienen hängt also nach dem Studium in hohem Maße von der Fähigkeit ab, sich selbst zu verkaufen und weniger von den direkt im Studium erworbenen Qualifikationen.
Wie soll das jemand tun, der sich stromlinienförmig so entwickelt wie andere und auf die Frage nach anderem, alternativen Denken oder was man täte, wenn man dürfte/könnte - also nach Kreativität - nichts antworten kann?
http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,675629,00.html
http://www.boeckler.de/pdf/impuls_2008_14_1.pdf
"Einer Studie der Goethe-Universität in Frankfurt zufolge sind die Fachbereiche Recht- und Wirtschaftswissenschaft sowie Medizin, mit gewissem Abstand auch die Mathematik- und Naturwissenschaften sowie die Ingenieurwissenschaft, besonders attraktiv für die Geldbörse."
"Man könne deshalb aber nicht sagen, dass diese Studiengänge generell finanziell nicht lohnenswert seien. "Sie sind nur im Durchschnitt nicht lohnenswert", so Weldi."
http://www.manager-magazin.de/koepfe/karriere/0,2828,528418,00.html#close=1
"Zufriedenheit" mit einem Studium oder einer Arbeit ist eben UNGLEICH, zumindest aber nicht kongruent, mit guten finanziellen Aussichten und Einkünften:
Studierwilligen Schülern rät Schädiger, auch andere Gesichtspunkte als nur die pekuniären gelten zu lassen: "Man muss später zufrieden sein mit dem, was man studiert", betont Schädiger.
Allgemeine Lohn- und Gehaltsentwicklung:
"Grundsätzlich gelte für alle Bereiche: "Je mehr Leute bei gleichbleibendem Jobangebot ein Fach studieren, desto niedriger der Lohn", erklärt Pfeiffer."http://www.manager-magazin.de/koepfe/karriere/0,2828,528418-2,00.html
Das heisst, dass Erhöhung der Akademikerquoten für jeden einzelnen Studierenden finanziell nachteilig sind und Elitendenken und -handeln quasi "natürlich", rational kalkulativ, hervorgerufen und bedingt wird. Genau das aber führt zu Anpassung, Gleichmacherei und eben nicht zu individuellen Chancen.
Was Soziologen betrifft:
"Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat sich die Absolventenzahl im Fach Soziologie mehr als verdoppelt -"
http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/arbeitsmarktberichte/berichte-broschueren/static/pdf/AM-Kompakt-SozWiss-ANehmer.pdf; S. 12.
Akademikerarbeitslosenquote in sozialwissenschaftlichen Berufen wächst/wuchs und zwar auf niedrigerem Niveau auch bei Universitätsabsolventen.
http://www.pallas.iab.de/bisds/Data/seite_15_BF_a.htm
Die Zahl der "Selbstständigen", also nicht in lohnarbeit erwerbstätigen nimmt seit Jahren zu.
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Zeitreihen/LangeReihen/Arbeitsmarkt/Content100/lrerw11a,templateId=renderPrint.psml
Veröffentlichungen der Bundesagentur für Arbeit zum Thema "Arbeitsmarkt für Akademiker".
http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/arbeitsmarktberichte/berichte-broschueren/akademiker.shtml
"Nimmt man eine Stichprobe von bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Stellen für Sozialwissenschaftler wird deutlich: Arbeitgeber sind bereit, Sozialwissenschaftler einzustellen – wenn diese Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringen, die über reines Fachwissen hinausgehen."http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/arbeitsmarktberichte/berichte-broschueren/static/pdf/AM-Kompakt-SozWiss-ANehmer.pdf; S.11
Bringt es also wirklich so viel, sich stromlinienförmig zu entwickeln?
NEIN:
"Die Möglichkeiten für Sozialwissenschaftler sind vielfältig – auch deshalb, weil sie während ihres Studiums Soft Skills erwerben (oder von sich aus mitbringen), die überall in der Berufswelt eingesetzt werden können: strukturiertes Denken, Argumentationsfähigkeit, sprachliches Ausdrucksvermögen, Kreativität, Selbstmotivation und ein großes Allgemeinwissen."Und das ist ganz sicher nicht das, was man in durchschnittlichen Seminaren an durchschnittlichen Universitäten oder durchschnittlichen Praktika erwirbt - sondern eben NUR FERN dieser.
"Betrachtet man die Dauer der Arbeitslosigkeit von Soziologen, ist zu beobachten, dass sich der Anteil der Langzeitarbeitslosen von 2005 auf 2006 deutlich erhöht hat, und zwar von 32,2 auf 37 %."
"In der Privatwirtschaft wirken sich zahlreiche Faktoren auf die Höhe des Gehalts aus. Dazu gehören zum Beispiel die Art der Aufgabe, die Bedeutung der Tätigkeit für das Unternehmen, das verantwortete Budget, die Zahl der unterstellten Mitarbeiter, die Dauer der Betriebszugehörigkeit, die eigene Qualifikation, die allgemeine Wirtschaftslage, der Standort, die Branche oder die Größe eines Unternehmens. Schließlich beeinflusst auch das eigene Verhandlungsgeschick die Höhe der Vergütung. Wer zu Beginn des Beschäftigungsverhältnisses oder bei jährlichen Zielvereinbarungen die Verhandlungsobergrenze des Arbeitgebers richtig einschätzt, kann mehr herausholen als bescheidenere Kollegen."http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/arbeitsmarktberichte/berichte-broschueren/static/pdf/AM-Kompakt-SozWiss-ANehmer.pdf; S.14.
"Gutes Geld" zu verdienen hängt also nach dem Studium in hohem Maße von der Fähigkeit ab, sich selbst zu verkaufen und weniger von den direkt im Studium erworbenen Qualifikationen.
Wie soll das jemand tun, der sich stromlinienförmig so entwickelt wie andere und auf die Frage nach anderem, alternativen Denken oder was man täte, wenn man dürfte/könnte - also nach Kreativität - nichts antworten kann?
http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,675629,00.html
Mittwoch, 3. Februar 2010
#Kopfpauschale, #Schwarz/Gelb und das Krankensystem
Weshalb wollen Union und FDP die seit Jahren in der Diskussion befindliche "Gesundheitsprämie", vulgo "Kopfpauschale" einführen, wenn es im "Gesundheitssystem", richtiger sollte es endlich ausschließlich entweder "Kranken-" oder "Krankenversicherungssystem" genannt werden, noch genug analoge und strukturelle Probleme zu lösen gibt.
Da wäre das leidige Problem der "elektronischen Gesundheitskarte".
Sei Jahren bereits geplant und in Testphasen auch schon in der Umsetzung befindlich las ich zuletzt von einer massiven Reduktion der Funktionsarchitektur.
Momentan muss ich für eine Überweisung zu irgend einem Arzt fahren, meist vorher noch anrufen, da ich ansonsten nichts bekomme.
Schon ist der erste der vieldiskutierten, "ominösen" Arztbesuche komplett. Wohl gemerkt will ich nicht zu dem Aussteller-Arzt, sondern bin gezwungen mich zu diesem zu begeben, wenn ich nicht jedes Mal erneute Praxisgebühren zahlen möchte.
Abhilfe könnte hier ein variabel nutzbares elektronisches System schaffen.
Mittels pinnverschlüsselter, servergestützter Infrastruktur könnte die Überweisung direkt beim für die Behandlung aufgesuchten Arzt abrufbar sein. Eine erneute, unökologische und zeitaufwändige Fahrt, die auch noch Zeit und Geld und damit Bürokratie beim überweisenden Arzt verursacht, ist schon lange nicht mehr gerechtfertigt.
Zumal es beim Anruf oder bei der (An-)Meldung für eine Krankenversicherung optional wählbar sein könnte, inwiefern man auf diese Verfahren hauptsächlich oder einzig zurückgreifen möchte.
Ganz davon abgesehen ist es ebenso unsinnig und änderbar, die Praxisgebühr stets am Quartalsanfang bar mitführen zu müssen. Eine Überweisung oder bargeldloser Transfer per Automatensystem könnte Zeit und Ressourcen sparen.
Was es dagegen bringen soll, dem "normalen" Patienten mittels ausgedruckter Abrechnung "Kontrolle" über den "Preis", die Kosten und Leistung ärztlicher Tätigkeit zu ermöglichen, erschließt sich mir nicht.
Patienten sind in der Regel schlicht inkompetent, wenngleich sich dies zuletzt zu ändern scheint.
Trotzdem ist es sinnfrei, vom "normalen Patienten", dessen Aufregung und "Angst" bei Arzt- und Krankenhausbesuchen zunehmen kann - ablesbar am sogenannten "Weißkittelsyndrom" -, ernsthafte "Leistungsbewertung" des Arztes zu erwarten/verlangen.
Natürlich existieren auch heute schon diverse Bewertungsoptionen, sp bspw. im Internet.
Doch sind diese nicht einmal ansatzweise adäquat, beziehen sie sich doch fast ausschließlich auf Äußerlichkeiten wie das "Auftreten des Arztes", das "Arzt-Patienten-Verhältnis" oder "Verständnis" für Probleme des Patienten.
Doch sind diese Kategorien vollkommen irrelevant.
Im heutigen Gesundheitswesen sind einzig die eigenen Handlungen, das Verhalten, sowie wissenschaftliche Verfahren, deren Kontrolle und Überprüfung, passgenaue Medikamente, Complience und am wichtigsten Apparate und Maschinen wichtig.
Ein Arzt, der zwar motiviert aber wenig kenntnisreich ist, nutzt Patienten und damit dem Krankensystem wenig bis nichts.
Ein kenntnisreicher aber wenig motivierter und an der Krankheit, NICHT dem Patienten, interessierter Arzt ist ebenso wenig zielführend.
Ärzte werden bemerken, oder sollten bereits wissen, dass wir sie nur noch aufgrund der Monopolisierung der Apparate und Maschinen benötigen.
Als motivierter und noch halbwegs gesunder Patient kann man sich selbst in ebender Fachliteratur belesen, die auch Ärzte für Weiterbildungszwecke, etc. nutzen.
Die Erfahrung und vorallem Leidenschaft und Motivation eines Arztes ist dagegen unersetzlich.
Nur glänzen in meinen Augen immer weniger Ärzte mit/durch diese/n Qualitäten.
Sandalös und von mir öffentlich und schriftlich oftmals kritisiert auch die Praxis des mangelnden Zugangs zu eigenen Patientendaten.
So bekommt man nicht die volle Akte, alle handschriftlichen Vermerke und Notizen.
Wenn man sie denn bekommt, darf man wochenlang hinterher laufen um auch wirklich alle zugänglichen Dokumente zu erhalten.
Mittels elektronischer, dem Patienten zugänglicher, Patientenakte ließe sich dieses Problem ebenso umgehen. So könnte der Patient nach Eingabe (s)eines Passwortes Vollzugriff auf seine gespeicherten Dokumente bekommen und sich daher ein besseres, wenn auch nicht ansatzweise inhaltlich sinnvolles Bild seines Zustandes und ggf. der Behandlung machen.
Vorallem hörte das "Bittstellertum" des an sich doch so "mündigen" Patienten auf, der manchen Ärzten und Krankenhäusern auch heute noch eher "ausgeliefert" ist, als auf "Augenhöhe" agierend.
Denn zumindest in dokumentarischer, infrastruktureller Hinsicht, wenn auch nicht inhaltlicher, wäre das heute machbar und wünschenswert.
Vorteilhaft ebenfalls die zentrale Speicherung und die Option des Patienten, einzelnde Dokumente einzelnen behandelnden Ätzen bekannt zu machen.
Nachteilig beim ganzen natürlich stets ebenso die zentrale Speicherung.
So ist die Infrastruktur für Angriffe von Außen oder per "man in the middle" anfällig; doppelte Strukturen mithin notwendig und sinnvoll, gleichzeitig aber auch kostenintensiv.
Eventuell sollte versucht werden, die Doppelkosten durch intelligente Systemansätze so gering wie möglich zu halten.
So ist der Verlust oder Schaden durch Zugang anderer Personen zur eigenen Krankenakte evident und kaum reparabel.
Überweisungen allerdings kann man im elektronischen Sinne so schnell und einfach ungültig machen, wie man sie "ausstellte".
So gesehen brauchte es für Überweisungen und Rezepte nicht zwingend Dopplungen in der "realen", analogen Umsetzung.
Rezepte und Überweisungen sind auch heute schon an Verfallsdaten, ggf. das ausgestellte Quartal, gebunden.
Neben diesen eher patientenfreundlichen, "kosmetischen" aber durchaus und selbstbestimmt-wichtigen Elementen sollte es auch noch um invasiveres gehen.
Da wäre die bessere Kosten- und Preiskontrolle bei Medikamenten.
Evizdenzbasierte Studien und Verhinderung der de facto Preisdiktate durch Pharmaunternehmen.
Der europäische Binnenmarkt sollte auch bei Medizinprodukten umfängliche Geltung erhalten; schlussendlich ist egal, was auf welcher Verpackung steht, wenn gesichert ist, welche Inhaltsstoffe sich in welcher Dosierung darin befinden.
So ist es ein Unding, dass Medikamente im europäischen Ausland teils deutlich günstiger zu haben sind als in Deutschland, in Deutschland keine "Positivliste" existiert und Medikamente an deutschen Grenzen umgepackt und teurer verkauft werden.
Gerade hier könnte und sollte eine dem Individuum verschriebene, liberale Partei, tätig werden.
Meiner Ansicht nach gehen schon aus diesen eher oberflächlichen und kurzen Aufzählungen viele, eine vierjährige Legislaturperiode problemlos füllende Aufgabenliste hervor.
Weshalb Schwarz/Gelb dann also zuerst und medial kommuniziert hauptsächlich am Finanzierungssytem ändern möchte und mutmaßlich ändern will, ist doch eher unklar.
Denn selbst dann blieben oben genannte Probleme bestehen.
Und neue würden geschaffen.
Da wäre das leidige Problem der "elektronischen Gesundheitskarte".
Sei Jahren bereits geplant und in Testphasen auch schon in der Umsetzung befindlich las ich zuletzt von einer massiven Reduktion der Funktionsarchitektur.
Momentan muss ich für eine Überweisung zu irgend einem Arzt fahren, meist vorher noch anrufen, da ich ansonsten nichts bekomme.
Schon ist der erste der vieldiskutierten, "ominösen" Arztbesuche komplett. Wohl gemerkt will ich nicht zu dem Aussteller-Arzt, sondern bin gezwungen mich zu diesem zu begeben, wenn ich nicht jedes Mal erneute Praxisgebühren zahlen möchte.
Abhilfe könnte hier ein variabel nutzbares elektronisches System schaffen.
Mittels pinnverschlüsselter, servergestützter Infrastruktur könnte die Überweisung direkt beim für die Behandlung aufgesuchten Arzt abrufbar sein. Eine erneute, unökologische und zeitaufwändige Fahrt, die auch noch Zeit und Geld und damit Bürokratie beim überweisenden Arzt verursacht, ist schon lange nicht mehr gerechtfertigt.
Zumal es beim Anruf oder bei der (An-)Meldung für eine Krankenversicherung optional wählbar sein könnte, inwiefern man auf diese Verfahren hauptsächlich oder einzig zurückgreifen möchte.
Ganz davon abgesehen ist es ebenso unsinnig und änderbar, die Praxisgebühr stets am Quartalsanfang bar mitführen zu müssen. Eine Überweisung oder bargeldloser Transfer per Automatensystem könnte Zeit und Ressourcen sparen.
Was es dagegen bringen soll, dem "normalen" Patienten mittels ausgedruckter Abrechnung "Kontrolle" über den "Preis", die Kosten und Leistung ärztlicher Tätigkeit zu ermöglichen, erschließt sich mir nicht.
Patienten sind in der Regel schlicht inkompetent, wenngleich sich dies zuletzt zu ändern scheint.
Trotzdem ist es sinnfrei, vom "normalen Patienten", dessen Aufregung und "Angst" bei Arzt- und Krankenhausbesuchen zunehmen kann - ablesbar am sogenannten "Weißkittelsyndrom" -, ernsthafte "Leistungsbewertung" des Arztes zu erwarten/verlangen.
Natürlich existieren auch heute schon diverse Bewertungsoptionen, sp bspw. im Internet.
Doch sind diese nicht einmal ansatzweise adäquat, beziehen sie sich doch fast ausschließlich auf Äußerlichkeiten wie das "Auftreten des Arztes", das "Arzt-Patienten-Verhältnis" oder "Verständnis" für Probleme des Patienten.
Doch sind diese Kategorien vollkommen irrelevant.
Im heutigen Gesundheitswesen sind einzig die eigenen Handlungen, das Verhalten, sowie wissenschaftliche Verfahren, deren Kontrolle und Überprüfung, passgenaue Medikamente, Complience und am wichtigsten Apparate und Maschinen wichtig.
Ein Arzt, der zwar motiviert aber wenig kenntnisreich ist, nutzt Patienten und damit dem Krankensystem wenig bis nichts.
Ein kenntnisreicher aber wenig motivierter und an der Krankheit, NICHT dem Patienten, interessierter Arzt ist ebenso wenig zielführend.
Ärzte werden bemerken, oder sollten bereits wissen, dass wir sie nur noch aufgrund der Monopolisierung der Apparate und Maschinen benötigen.
Als motivierter und noch halbwegs gesunder Patient kann man sich selbst in ebender Fachliteratur belesen, die auch Ärzte für Weiterbildungszwecke, etc. nutzen.
Die Erfahrung und vorallem Leidenschaft und Motivation eines Arztes ist dagegen unersetzlich.
Nur glänzen in meinen Augen immer weniger Ärzte mit/durch diese/n Qualitäten.
Sandalös und von mir öffentlich und schriftlich oftmals kritisiert auch die Praxis des mangelnden Zugangs zu eigenen Patientendaten.
So bekommt man nicht die volle Akte, alle handschriftlichen Vermerke und Notizen.
Wenn man sie denn bekommt, darf man wochenlang hinterher laufen um auch wirklich alle zugänglichen Dokumente zu erhalten.
Mittels elektronischer, dem Patienten zugänglicher, Patientenakte ließe sich dieses Problem ebenso umgehen. So könnte der Patient nach Eingabe (s)eines Passwortes Vollzugriff auf seine gespeicherten Dokumente bekommen und sich daher ein besseres, wenn auch nicht ansatzweise inhaltlich sinnvolles Bild seines Zustandes und ggf. der Behandlung machen.
Vorallem hörte das "Bittstellertum" des an sich doch so "mündigen" Patienten auf, der manchen Ärzten und Krankenhäusern auch heute noch eher "ausgeliefert" ist, als auf "Augenhöhe" agierend.
Denn zumindest in dokumentarischer, infrastruktureller Hinsicht, wenn auch nicht inhaltlicher, wäre das heute machbar und wünschenswert.
Vorteilhaft ebenfalls die zentrale Speicherung und die Option des Patienten, einzelnde Dokumente einzelnen behandelnden Ätzen bekannt zu machen.
Nachteilig beim ganzen natürlich stets ebenso die zentrale Speicherung.
So ist die Infrastruktur für Angriffe von Außen oder per "man in the middle" anfällig; doppelte Strukturen mithin notwendig und sinnvoll, gleichzeitig aber auch kostenintensiv.
Eventuell sollte versucht werden, die Doppelkosten durch intelligente Systemansätze so gering wie möglich zu halten.
So ist der Verlust oder Schaden durch Zugang anderer Personen zur eigenen Krankenakte evident und kaum reparabel.
Überweisungen allerdings kann man im elektronischen Sinne so schnell und einfach ungültig machen, wie man sie "ausstellte".
So gesehen brauchte es für Überweisungen und Rezepte nicht zwingend Dopplungen in der "realen", analogen Umsetzung.
Rezepte und Überweisungen sind auch heute schon an Verfallsdaten, ggf. das ausgestellte Quartal, gebunden.
Neben diesen eher patientenfreundlichen, "kosmetischen" aber durchaus und selbstbestimmt-wichtigen Elementen sollte es auch noch um invasiveres gehen.
Da wäre die bessere Kosten- und Preiskontrolle bei Medikamenten.
Evizdenzbasierte Studien und Verhinderung der de facto Preisdiktate durch Pharmaunternehmen.
Der europäische Binnenmarkt sollte auch bei Medizinprodukten umfängliche Geltung erhalten; schlussendlich ist egal, was auf welcher Verpackung steht, wenn gesichert ist, welche Inhaltsstoffe sich in welcher Dosierung darin befinden.
So ist es ein Unding, dass Medikamente im europäischen Ausland teils deutlich günstiger zu haben sind als in Deutschland, in Deutschland keine "Positivliste" existiert und Medikamente an deutschen Grenzen umgepackt und teurer verkauft werden.
Gerade hier könnte und sollte eine dem Individuum verschriebene, liberale Partei, tätig werden.
Meiner Ansicht nach gehen schon aus diesen eher oberflächlichen und kurzen Aufzählungen viele, eine vierjährige Legislaturperiode problemlos füllende Aufgabenliste hervor.
Weshalb Schwarz/Gelb dann also zuerst und medial kommuniziert hauptsächlich am Finanzierungssytem ändern möchte und mutmaßlich ändern will, ist doch eher unklar.
Denn selbst dann blieben oben genannte Probleme bestehen.
Und neue würden geschaffen.
Abonnieren
Posts (Atom)