Eigentlich gab es heute ein Thema, dessen Aufreger-Intensität zumindest für mich unerträglich hohes Niveau erreicht hatte: Lena Meyer-Landrut, der Eurovision Song Contest, Stefan Raab sowie Prosieben und ARD.
Am frühen Nachmittag legte dann Horst Köhler, seines Zeichens Bundespräsident, mit sofortiger Wirkung das Amt nieder.
Weniger die Ereignisse als solche geben für mich Anlass zur Kritik, sondern deren vorallem mediale Verarbeitung und Kommunikation.
Da wird "Lena", den Nachnamen nennt man sinnigerweise und zur Erhöhung der Identifikation schon nicht mehr, zur "Rettung Deutschland" aus dem "Schuldenjammertal" hochstilisiert.
Ich persönliche finde ja weder den Schuldenberg, noch das Thematisieren desselben kritikwürdig - endlich befasst man sich einmal damit, wenn auch falsch, könnte man meinen.
Deutlich wird aber, dass hier eine Person zu etwas gemacht wird, dass sie nicht ist.
Anscheinend, so entnehme ich es der heutigen Pressekonferenz mit u.a. Stefan Raab, ist sie sich dessen aber sehr wohl bewusst und beherrscht das mediale Spiel. Raab und andere Kommunikationsfachleute dürften briefend auch ihr übriges dazutun.
Bis zur genannten Pressekonferenz mutmaßte ich ja eine gewisse "Naivität" und gar "Dummheit" von Frau Meyer-Landrut, die ich bewusst nicht mehr "Lena" nennen werde; ihr Benehmen schien mir unbewusst, nicht gesteuert und daher nicht in die mediale Verwertung passend.
Schließlich gehe ich davon aus, dass im Sinne kapitalistischer Verwertung nichts längerfristig publik wird und sich halten kann, was nicht mit dem Produktionsprozess "kompatibel" ist.
Und gerade Kritik am System scheint mir inkompatibel zu sein.
Doch gerade das wiederum macht sie für viele Menschen offenkundig so interessant.
Immer wieder wird auf ihre "Frische" und "Offenheit" verwiesen, sie wagte heute gar das Instrument "casting-shows", welches ihr zu ihrem "Erfolg" in Deutschland verhalf, als schlecht darzustellen.
Stefan Raab, der "Ausrichter" lachte.
Wobei ich ihre Auffassung ja durchaus teile, aber doch auf ihren scheinbar schnell-vollzogenen Sinneswandel verweisen muss: Wenn solche Shows "Mist" sind, dann bleiben sie es auch, so man selbst teilnimmt bzw. gar gewinnt.
Da gibt es keine zwei Wahrheiten.
Ich fand den Auftritt der 19-jährigen "Unser Star für Oslo"-Siegerin nicht aufregend oder überzeugend.
Auf mich wirkte er unchoreografiert, in der FAZ gar als "joecockerhaft" bezeichnet, undurchdacht und auch sängerisch wenig überzeugend.
Einzig überzeugendes "Argument" war für mich von Anfang an der Song.
So dachte ich mir nach ein oder zwei Mal hören, er sei als "Hitsong" geschrieben worden, was anhand spezifischer Computerprogramme, Algorithmen und deren Auswertung z.b. mit Hilfe und in Massencommunities wie Facebook und Last.FM nicht mehr das Problem ist.
Der Text und die Melodie sind eingänig, einfach, der Refrain sehr einfach zum Mitsingen.
Nach wenigen Hörzahlen hatte ich einen kleinen Ohrwurm, was bei mir ein untrügliches Zeichen für ein zumindest "akzeptables" Lied darstellt.
Hier gebührt also meiner Ansicht den Autoren mehr Erfolg und Zuspruch als Frau Landrut als Präsentationssubjekt - oder -objekt. Je nach Perspektive.
Grandios in seiner spezifischen Nische natürlich auch Stefan Raab.
Der Song Contest war in den letzten Jahren eigentlich klinisch tot, niemand interessierte sich mehr so recht für ihn und Abgesänge hagelte es ebenso.
Die Änderungen des Regelbestandes bekam ich noch randständig mit.
Dann kommt jemand wie Stefan Raab mit einem spezifischen Namen in der Branche und ProSiebenSat1 Media im Rücken und beginnt große Werbekampagnen für diese Veranstaltung.
Was so gut funktionieren konnte, eben weil sie kaum noch einer auf dem Zettel hatte.
Schon die Show "Unser Star für Oslo" als Qualifikationscasting wurde mit viel Medienpopanz und Werbemacht in den Fernsehmarkt gedrückt - Raab war die einzige Kontinuität und Qualität in der Sendereigenen Jury.
An Auftritte Nenas kann ich mich noch als vollkommen unterirdisch erinnern; Raab allerdings fiel mir schon damals recht zielorientiert und interessiert positiv auf.
Was er macht, macht er, momentan wenigstens, "richtig": "AutoballWM", "Schlag den Raab" und weiteres, dazu fast penetrantes Crossmarketing und Kooperationen mit anderen Sendern, wie bspw. ARD.
In genanntem öffentlich-rechtlichem Sender fiel mir am Abend der Übertragung etwas äußerst negativ auf: Der Reporter/Moderator.
Sowas penetrant "patriotisches", verbunden mit vollkommener Unsichtbarkeit eines ruhigen, rationalen journalistischen Selbstverständnisses kam mir selten unter.
Und das bei einem gebührenfinanzierten Sender; von Privatsendern ist man kaum noch anderes gewohnt.
Im Kern mag ich mit der Übersteigerung sowie Glorifizierung dieses gewinnmaximierenden Prozess' wenig bis nichts anfangen.
Frau M.-L. mag ihre Vorzüge haben, ist 19 Jahre alt und Raab selbst meinte, sie hätte "mit jedem Lied" gewonnen.
Die besitzt ein TV-Gesicht und eine TV-Figur und benimmt sich medienadäquat.
"Gut" und "sinnvoll" wird es dadurch trotzdem nicht.
Für mich bleibt abzuwarten, ob sie ihre Frechheiten auch gegenüber Raab, dessen Produktionsfirma und ProSieben wird durchsetzen können.
Denn bislang ist sie wenig bis nichts: Gehen Raab und ProSieben, verschwindet sie in der Versenkung.
Hier ist also ein Emanzipationsprozess notwendig ohne den "Gönner" Raab zu verprellen.
Wie nannte es Raab heute so schön?
"Flexibilität" ist in der Medienindustrie notwendig und er gehe ganz gerne mal fremd.
Sie sollte und - so sich das heutige Bild bestätigt - wird von ihm lernen.
Und am Ende doch weit stärker reüssieren als ich zunächst dachte.
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Montag, 31. Mai 2010
Dienstag, 16. Februar 2010
#USIO - #Raab mit ordentlicher Figur in eigener Casting-Show
Kein Fan von so genannten "Castingshows" seiend, blieb ich heute auf ProSieben bei "Unser Star für Oslo" hängen.
Natürlich ist es eine "normale" Show, keine großartigen Neuerungen, nichts wegweisendes oder innovatives.
Doch hat Stefan Raab zumindest häufiger eine Nase für interessante Formate.
So sprach nicht zuletzt der Medienblogger Stefan Niggemeier vom "System Raab" (Gedankenzitat), welches von ihm auf ihn zugeschnitten sei.
So ist es nach TVTotal und Schlag den Raab auch in diesem Falle.
Mathias Opdenhövel ist ebenso vorhanden wie wechselnde Juroren, die an sich keinerlei Funktion erfüllen und wie es sich mir darstellt auch keine erfüllen sollen.
Zwar kann ich nur mit den Informationen der heutigen Sendung aufwarten, welche ich noch nicht einmal vollständig sah, doch kommt mir das alles schon sehr Raab-zentriert vor, der keine schlechte Figur macht.
Weil er kritisiert.
Und zwar positiv, vordergründig fundiert und nicht unter der Gürtellinie, wofür bspw. Dieter Bohlen in der RTL-Version "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) bekannt ist.
Raab mimt hier einen ruhigen, durchdachten, kritischen aber neutral-rationalen Bohlen.
Und genau hier punktet er.
An sich sollte Nena oder das Mitglied der Band "Fettes Brot" in etwa soviel Ahnung vom Geschäft und dem "Züchten" von "Superstars" haben, wie Stefan Raab.
Doch äußerten sich diese beiden fast ausschließlich emotional beteiligt, was nett aber wenig zielführend ist, da es um Verkäuft und Quote geht, oder einfach naiv und dumm.
Vorallem die sonst von mir durchaus geschätzte Nena fiel hierbei negativ auf.
Es kam mir teilweise so vor, als seien die anderen beiden Jury-Mitglieder vor der Sendung "gebrieft" worden, die "harte Kritik" Stefan Raab übrig zu lassen; er tut sich damit hervor.
Und das nicht einmal sehr klug oder dumm, sollte man doch davon ausgehen, dass er vom spezifischen Musik-Buisness nicht ausnehmend viel Ahnung hat.
Das passte auch zum "System Raab", genauso wie der Hintergrundkommentator der Einspieler, der mit dem aus TVTotal identisch ist und den "Wiedererkennungswert" sichert.
Opdenhövel und "Elton" hängen ihm ohnehin am produktiven Rockzipfel. Gerade die positive Profilierung des ersteren kam durch Raab enorm voran, war er bspw. mir sonst nur durch Späße in einem früheren Morgenmagazin entfernt geläufig.
Was Castingshows im Allgemeinen betrifft, so bringe ich gerne Verachtung zum Ausdruck.
Mir fehlen bei "Musik" im Allgemeinen sinnvolle Maßstäbe.
In allem, was Menschen tun, streben sie danach, sich mit anderen zu vergleichen und ggf. zum besseren zu arbeiten. Dies zieht sich schlussendlich gewollt oder ungewollt durch Beziehungen.
Wie aber soll man Musik "sinnvoll bewerten"?
Welche ist "besser" oder "schlechter"?
Gibt es dafür Kategorien und Maßstäbe?
Ja, möchte man einwenden: Anzahl der gehörten Titel, bspw. bei Diensten wie last.FM, Charts oder die Verkaufszahlen von Konzertkarten, Alben und Singles eines Künstlers.
Doch ist mir das zu wenig und sehr individuell.
Musik ist eine Expressionsform, die wie alle anderen zur Bewertung auch Maßstäben der Verwertung unterworfen wird, von denen sie nur teilweise abhänig ist.
Natürlich ist keine "moderne" Musik und kein ebensolches Konzert ohne kapitalistische Arbeitsteilung und "Konsum" denkbar.
Doch die gestalterische, ja schöpferische, "Kraft" - die Erschaffung mindestens eines Textes - unterliegt zumindest anfangs keiner Verwertungsorientierung und besitzt diese auch nicht als Bedingung, geht man von einer Künstler-Sozialisierung außerhalb dieses Kontextes aus.
Hernach kommt es zur Kommerzialisierung, Verbreitung und Verwertung.
Das Problem beginnt dort, wo die Verwertung zum Maßstab der Qualität wird.
Und genau so läuft es auch in genannten Castingshows.
In Ermangelung von geeigneten Kateogorien werden Menschen eingeladen, sogenannte "Juroren", die mal mehr oder weniger sinnvoll entweder Sangesauftritte, Kleidung, Stimme oder Bewegung des Kandiaten bewerten.
Damit prägen sie natürlich das Bild des Darstellers gegenüber dem Publikum und ggf. Fernsehzuschauern.
RTL bspw. nutzt dies um den "Bewerbern" ein Image zu verpassen - wenn Dieter Bohlen jemand elegant Kontra zu bieten vermag, polarisiert dies.
Und nichts ist wichtiger, als zu "bewegen", zu polarisieren und Menschen Projektionsflächen zu bieten.
Gute und schlechte.
Von Nena sollte man, angesichts ihrer spezifischen Berufszugehörigkeit, andere Einlassungen erwarten als getätigt werden.
Doch erwartet man im "System Raab" wie oben beschrieben ggf. zuviel und falsches.
Sicher besteht ein letzter Raum für tatsächlich dumme Äußerungen genannter Person, doch wären diese schon äußerst grotesk, geht es in solchen Shows doch nicht darum, einen "guten Menschen" zu finden, sondern einzig jemand vorzeigbaren, mit halbwegser Stimme, der sich gut verkaufen, also verwerten, lässt.
Und Leute wie Bohlen oder Raab sind in ihren eigenen Feldern eben gute Leute.
Anregend immer wieder, wie es vermocht wird, so vielen Bewerbern tatsächlich zu illusionieren, sie könnten einen der oder den begehrten Platz ergattern.
So bekommt die Verwertungsmaschinerie Futter und Selektionsmaterial, was sie sich sonst kostenträchtig suchen müsste.
Früher musste man Geld aufwenden um Künstler abgeschieden "zu entdecken".
Heute rennen sie die Studios großer Sender ein und begreifen dabei nicht, dass sie von vornherein keine Chance haben.
Nicht nur, weil sie sich selbst massiv überschätzen, sondern vorallem der schieren Menge wegen.
Dem werden die ganz wenigen tatsächlich ausgewählten natürlich vehement widersprechen.
Aber selbst diese zweifeln den Sinn und Nutzen dieser "Talentsuchen", wie ein Kandidat einer ehemaligen DSDS-Staffen, offen an.
Natürlich ist es eine "normale" Show, keine großartigen Neuerungen, nichts wegweisendes oder innovatives.
Doch hat Stefan Raab zumindest häufiger eine Nase für interessante Formate.
So sprach nicht zuletzt der Medienblogger Stefan Niggemeier vom "System Raab" (Gedankenzitat), welches von ihm auf ihn zugeschnitten sei.
So ist es nach TVTotal und Schlag den Raab auch in diesem Falle.
Mathias Opdenhövel ist ebenso vorhanden wie wechselnde Juroren, die an sich keinerlei Funktion erfüllen und wie es sich mir darstellt auch keine erfüllen sollen.
Zwar kann ich nur mit den Informationen der heutigen Sendung aufwarten, welche ich noch nicht einmal vollständig sah, doch kommt mir das alles schon sehr Raab-zentriert vor, der keine schlechte Figur macht.
Weil er kritisiert.
Und zwar positiv, vordergründig fundiert und nicht unter der Gürtellinie, wofür bspw. Dieter Bohlen in der RTL-Version "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) bekannt ist.
Raab mimt hier einen ruhigen, durchdachten, kritischen aber neutral-rationalen Bohlen.
Und genau hier punktet er.
An sich sollte Nena oder das Mitglied der Band "Fettes Brot" in etwa soviel Ahnung vom Geschäft und dem "Züchten" von "Superstars" haben, wie Stefan Raab.
Doch äußerten sich diese beiden fast ausschließlich emotional beteiligt, was nett aber wenig zielführend ist, da es um Verkäuft und Quote geht, oder einfach naiv und dumm.
Vorallem die sonst von mir durchaus geschätzte Nena fiel hierbei negativ auf.
Es kam mir teilweise so vor, als seien die anderen beiden Jury-Mitglieder vor der Sendung "gebrieft" worden, die "harte Kritik" Stefan Raab übrig zu lassen; er tut sich damit hervor.
Und das nicht einmal sehr klug oder dumm, sollte man doch davon ausgehen, dass er vom spezifischen Musik-Buisness nicht ausnehmend viel Ahnung hat.
Das passte auch zum "System Raab", genauso wie der Hintergrundkommentator der Einspieler, der mit dem aus TVTotal identisch ist und den "Wiedererkennungswert" sichert.
Opdenhövel und "Elton" hängen ihm ohnehin am produktiven Rockzipfel. Gerade die positive Profilierung des ersteren kam durch Raab enorm voran, war er bspw. mir sonst nur durch Späße in einem früheren Morgenmagazin entfernt geläufig.
Was Castingshows im Allgemeinen betrifft, so bringe ich gerne Verachtung zum Ausdruck.
Mir fehlen bei "Musik" im Allgemeinen sinnvolle Maßstäbe.
In allem, was Menschen tun, streben sie danach, sich mit anderen zu vergleichen und ggf. zum besseren zu arbeiten. Dies zieht sich schlussendlich gewollt oder ungewollt durch Beziehungen.
Wie aber soll man Musik "sinnvoll bewerten"?
Welche ist "besser" oder "schlechter"?
Gibt es dafür Kategorien und Maßstäbe?
Ja, möchte man einwenden: Anzahl der gehörten Titel, bspw. bei Diensten wie last.FM, Charts oder die Verkaufszahlen von Konzertkarten, Alben und Singles eines Künstlers.
Doch ist mir das zu wenig und sehr individuell.
Musik ist eine Expressionsform, die wie alle anderen zur Bewertung auch Maßstäben der Verwertung unterworfen wird, von denen sie nur teilweise abhänig ist.
Natürlich ist keine "moderne" Musik und kein ebensolches Konzert ohne kapitalistische Arbeitsteilung und "Konsum" denkbar.
Doch die gestalterische, ja schöpferische, "Kraft" - die Erschaffung mindestens eines Textes - unterliegt zumindest anfangs keiner Verwertungsorientierung und besitzt diese auch nicht als Bedingung, geht man von einer Künstler-Sozialisierung außerhalb dieses Kontextes aus.
Hernach kommt es zur Kommerzialisierung, Verbreitung und Verwertung.
Das Problem beginnt dort, wo die Verwertung zum Maßstab der Qualität wird.
Und genau so läuft es auch in genannten Castingshows.
In Ermangelung von geeigneten Kateogorien werden Menschen eingeladen, sogenannte "Juroren", die mal mehr oder weniger sinnvoll entweder Sangesauftritte, Kleidung, Stimme oder Bewegung des Kandiaten bewerten.
Damit prägen sie natürlich das Bild des Darstellers gegenüber dem Publikum und ggf. Fernsehzuschauern.
RTL bspw. nutzt dies um den "Bewerbern" ein Image zu verpassen - wenn Dieter Bohlen jemand elegant Kontra zu bieten vermag, polarisiert dies.
Und nichts ist wichtiger, als zu "bewegen", zu polarisieren und Menschen Projektionsflächen zu bieten.
Gute und schlechte.
Von Nena sollte man, angesichts ihrer spezifischen Berufszugehörigkeit, andere Einlassungen erwarten als getätigt werden.
Doch erwartet man im "System Raab" wie oben beschrieben ggf. zuviel und falsches.
Sicher besteht ein letzter Raum für tatsächlich dumme Äußerungen genannter Person, doch wären diese schon äußerst grotesk, geht es in solchen Shows doch nicht darum, einen "guten Menschen" zu finden, sondern einzig jemand vorzeigbaren, mit halbwegser Stimme, der sich gut verkaufen, also verwerten, lässt.
Und Leute wie Bohlen oder Raab sind in ihren eigenen Feldern eben gute Leute.
Anregend immer wieder, wie es vermocht wird, so vielen Bewerbern tatsächlich zu illusionieren, sie könnten einen der oder den begehrten Platz ergattern.
So bekommt die Verwertungsmaschinerie Futter und Selektionsmaterial, was sie sich sonst kostenträchtig suchen müsste.
Früher musste man Geld aufwenden um Künstler abgeschieden "zu entdecken".
Heute rennen sie die Studios großer Sender ein und begreifen dabei nicht, dass sie von vornherein keine Chance haben.
Nicht nur, weil sie sich selbst massiv überschätzen, sondern vorallem der schieren Menge wegen.
Dem werden die ganz wenigen tatsächlich ausgewählten natürlich vehement widersprechen.
Aber selbst diese zweifeln den Sinn und Nutzen dieser "Talentsuchen", wie ein Kandidat einer ehemaligen DSDS-Staffen, offen an.
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